Die Krefeld Ravens feiern mit einem souveränen 48:18 gegen die Minden Wolves ihren sechsten Sieg im sechsten Saisonspiel. Quarterback Christian Arrambide glänzte mit 355 Passing Yards und sechs Touchdowns, während die Ravens-Offense erneut beeindruckte. Mit der perfekten Bilanz im Rücken geht das Team als Spitzenreiter und Playoff-Anwärter in die entscheidende Phase der Saison.
Die Krefeld Ravens haben auch ihr sechstes Saisonspiel souverän gewonnen und sich vor 1423 Zuschauern in der Grotenburg gegen Aufsteiger und Tabellenletzten Minden Wolves keine Blöße gegeben. Dabei war das Team vor allem im ersten Durchgang sehr souverän und ließ da noch gar keine Punkte des Gegners zu. In der zweiten Halbzeit wechselten die Hausherren dann vermehrt durch und ließen so 18 Zähler der Gäste durch drei Touchdowns zu. Dabei zeigte vor allem Quarterback Christian Arrambide eine überragende Leistung, verbuchte 355 Passing-Yards, 5 Touchdowns im Pass sowie einen im Lauf und eine Completion Percentage von 81 Prozent. Auch Mitch Sawyer mit zwei Endzonenbesuchen oder Marco Jünger mit mehreren langen Receptions zeigten starke Leistungen.
Das Spiel sah gleich einen starken Drive der Ravens, die strukturiert und vielseitig agierten und so über den Platz marschierten. Letztlich stand man an der Redzone und Arrambide bediente mit einem harten Pass über die Mitte Mitch Sawyer und der Australier fing sicher zu seinem vierten Saison-Touchdown. Minden zeigte sich aber keineswegs geschockt und antwortete seinerseits mit einem sehr guten Drive. Vor allem Quarterback Darrius Sample und Willie Fedd jr. zeigten eine starke Chemie und holten immer wieder Raumgewinn. So stand das Team schließlich recht kurz vor der Krefelder Endzone, in der Redzone der Ravens. Doch hier zeigte die Defense der Schwarz-Gelben, die vor allem in diesen Situation traditionell hervorragend ist, ihre Klasse und ließ keinen weiteren Raumgewinn zu. So versuchte Minden im vierten Versuch das Fieldgoal aus 34 Yards, doch Kicker Tobias Pauls setzte seinen Versuch an den rechten Goalpost. So kamen die Ravens wieder an den Ball und zeigten ihre ganze Klasse: Drei Plays brauchte es bis zum Touchdown, darunter ein überragender Catch von Leroy Rümmeli, der einen perfekten Pass von Arrambide über gut 50 Yards in eine Doppeldeckung sicher fing und so den zweiten Touchdown vorbereitete. Den machte letztlich Rümmeli selbst, der bereits seinen achten Endzonenbesuch der Saison verbuchte, und aus 22 Yards einen Pass über die Mitte fing – das Play erinnerte stark an den ersten Touchdown durch Sawyer. Minden musste ein Three-and-out hinnehmen und wieder kam Krefeld an den Ball. Wie schon im ersten Drive zeigte man dabei einen strukturierte Vortrag und marschierte Schritt für Schritt über das Feld. Am Ende stand man wieder an der Mindener 30 und zum dritten Mal war es ein Pass durch die Mitte, wieder hart geworfen auf eine Post-Route, und Marco Jünger fing sicher zum 20:0. Dabei blieb es, weil der PAT nicht erfolgreich war. Und weiter ging es in dieser Art: Minden schaffte keinen neuen ersten Versuch und im Punt-Return zeigte Edwin Summerour seine ganze Klasse und vor allem seinen Speed. So begannen die Ravens an der eigenen 49, also praktisch an der Mittelline. Wieder war es ein guter Drive unterstützt von einer Facemask-Strafe der Wolves und so stand man schließlich an der 16 und wieder folge der Pass-Touchdown durch die Mitte. Diesmal war es Jakob Bojko, der einen starken Catch im Sprung hinlegte und den 27:0-Halbzeitstand besorgte.
Die zweite Halbzeit sah dann Wolves, die zunächst einen guten Lauf zeigten, dann aber punten mussten. So kamen die Ravens wieder an den Ball, zeigten einen weiteren starken Drive, doch dann machte Arrambide seinen einzigen Fehler des Tages: Einen erneuten Pass durch die Mitte überwarf er um vielleicht einen halben Meter und so war Banjamin Barnes zur Stelle, fing den Ball ab und trug ihn bis an die Mittellinie zuürck. Die Wolves erhielten einen starken Lauf durch Sample und schließlich stand man an der 11 der Ravens und Sample bediente einmal mehr Willie Fedd jr., der die ersten Punkte der Gäste verbuchte. Allerdings war der PAT nicht erfolgreich. Doch wer glaubte, Minden käme jetzt heran, der sah sich getäsucht, denn die Ravens antworteten zunächst mit einem weiteren starken Return von Summerour und dann bediente Arrambide auf der linken Seite erneut Sawyer und der trug den Ball zu seinem zweiten Touchdoen des Tages in die Endzone. Es lief noch dieselbe Spielminute wie beim Wolves-Touchdown. Minden wusste aber zu antworten, hatte dabei aber auch etwas Glück: Nachdem man eigentlich gestoppt war, konnte Cam Brown beim Passrush nicht mehr bremsen, als Sample den Pass warf, lief in diesen und die Schiedsrichter entschieden auf Roughing the Passer. So blieb der Drive am Leben und am Ende war es erneut Fedd, der den Ball auf der linken Seite zum 34:12 fing. Ein zwei-Punkt-Versuch war nicht erfolgreich und wieder wussten die Ravens schnell zu antworten: Wieder waren es drei Plays, zunächst spielte Arrambide nach einem Touchback einen Pass auf Jünger, der an die Mindener 42 kam. Akiva Wedge holte nach einem kurzen Pass weitere 24 Yards und schließlich lief Arrambide selbst aus 18 Yards in die Endzone. Minden aber gab sich nicht auf, kam noch einmal gut über das Feld und am Ende bedinete Sample über die Mitte Pauls, der den dritten Endzonenbesuch der Gäste verbuchte. Der Schlusspunkt aber war den Hausherren vorbehalten. Die zeigten einen weiteren starken Drive in den letzten zwei Minuten, jetzt orchestriert von Backup Isaiah Trouwloon, der zwei starke lange Pässe anbrachte und fast seinen ersten Passing-Touchdown für die Ravens verbucht hätte, doch Jarrel Berrenstein wurde ein halbes Yard vor der Endzone zu Boden gebracht. So war es André Frisch, der letztlich den 48:18-Endstand verbuchte und damit den Schlusspunkt setzte.
So gehen die Ravens mit einer perfekten Bilanz und der besten Offense und Defense der GFL2 Nord in die Schlussphase der Saison. Lediglich der Süd-Erste Wiesbaden Phantoms hat – sogar mit zwei Spielen mehr – mit 101 weniger Gegenpunkte kassiert als die Ravens (109). Die haben dafür bereits 17 offensive Punkte mehr auf dem Konto. Für die Mannschaft von Headcoach Allan Verbraeken geht es nun in der kommenden Woche nach Hamburg zu den Pioneers. Dann folgen die Heimspiele gegen Langenfeld und Elmshorn. Bereits in Hamburg könnte das Team mit einem Sieg den Playoff-Einzug klar machen.
Scores
6:0 Sawyer (6)
7:0 Storm (6.)
13:0 Rümmeli (15.)
14:0 Storm (15.)
20:0 Jünger (19.)
26:0 Bojko (24.)
27:0 Storm (24.)
27:6 Fedd (36.)
33:6 Sawyer (36.)
34:6 Storm (36.)
34:12 Fedd (40.)
40:12 Arrambide (42.)
41:12 Storm (42.)
41:18 Pauls (47.)
47:18 Frisch (48.)
48:18 Storm (48.)
Zuschauer: 1345
Fotograf/en

























