Die Krefeld Ravens schlagen die Albershausen Crusaders im Play-off-Halbfinale souverän mit 42:14 und stehen im GFL2 Bowl. Nach einer umkämpften ersten Hälfte drehten die Ravens nach der Pause auf und machten vor allem dank einer starken Defense und Akiva Wedge alles klar. Am 12. September wartet in der Grotenburg das große Finale gegen die Rostock Griffins – und damit der Kampf um den Aufstieg in die GFL.
Ravens spielen den GFL2-Bowl daheim! 42:14 gegen Albershausen Crusaders
Die Krefeld Ravens haben das erste ganz große Ziel dieser Saison erreicht. Mit einer starken Defense und einem sehr guten Auftritt in der zweiten Halbzeit hat das Team die Albershausen Crusaders, den Süd-Zweiten, letztlich souverän mit 42:14 (13:7) geschlagen. Die Ravens freuen sich nun auf die Rostock Griffins, die sich gegen die Wiesbaden Phantoms, den Sieger der Südstaffel, souverän durchgesetzt haben.
Das Spiel begann wild, die Ravens gewannen den Cointoss und entschieden sich für den Ball in der zweiten Halbzeit. Doch dann gab es vor dem ersten regulären Play des Spiels das erste Bigplay: Kicker Sam Penfold versuchte den Onsidekick und überraschte damit die Gäste komplett. Edwin Summerour spritzte zum Ball und eroberte diesen, sodass die Ravens nicht nur den ersten Ballbesitz hatten und zugleich die zweite Hälfte mit dem Ball begannen, sie starteten auch in idealer Feldposition. Die Ravens starteten mit starken Läufen über Akiva Wedge, doch dann ging Christian Arrambide tief auf Jakob Bojko, unterwarf den Ball aber und Albershausens Import-Defenseback Jason Adkinson fing den Ball in der Endzone zum Touchback ab. So konnte Albershausen mit der eigenen Offense beginnen, doch die Defense der Ravens agierte überragend und sorgte für das Three-and-out. So musste der Gast punten und die Ravens kamen wieder an den Ball. Nach einigen guten Läufen stand man an der Albershausener 49 und es kam das erste ganz große Bigplay von Wedge, der ein von der O-Line stark geblocktes Loch nutzte und schließlich zur frühen Führung in die Endzone lief. Die Gäste konnten sich erneut kein first Down erarbeiten und beim Punt misslang der Snap, so kamen die Ravens erneut in der gegnerischen Hälfte, an der 49, an den Ball. Das wussten sie aber nicht zu nutzen, denn im zwischenzeitlich eingesetzten Regen wurde der Ball rutschig, Christian Arrambide wollte einen Pass werfen und der Ball rutschte ihm aus der Hand. Die Schiedsrichter entschieden, dass sich der Arm noch nicht vorwärts bewegt habe, obschon der Ball nach vorn flog und die Crusaders eroberten den Ball. Doch es wurde noch wilder, denn gleich im ersten Play fumbelte der Center den Ball, indem er diesen ans eigene Hinterteil drückte und Darryn Blackwell reagierte blitzschnell und sicherte seinen Farben den Ball zurück. Doch auch diesen Ballbesitz wussten die Ravens nicht zu nutzen und mussten nach drei Versuchen punten, da man sogar Raum verloren hatte. Die Crusaders aber konnten erneut keinen Raumgewinn verbuchen, sie zeigten einen hervorragenden Punt bis an die 27 der Ravens, wo Summerour den Ball aufnahm und übergangslos in den fünften Gang schaltete. Mit überragenden Körpertäuschungen ließ er mehrere Defender aussteigen und ging schließlich über 73 Yards zum 13:0 in die Endzone (beim ersten Touchdown war der PAT daneben gegangen). Beide Teams hatten danach jeweils ein Three and out und auch im nächsten Ravens-Drive taten sie sich schwer. Albershausen gelang es jetzt, den Lauf besser zu kontrollieren und im Pass lief bei den Hausherren mit nassem Ball nicht viel zusammen. Und so kam schließlich der Gast wieder an den Ball und wieder flog die D-Line durch. Mike Stadler erwischte Quarterback Daniel Rennie und brachte ihn zu Boden. Die Schiedsrichter aber entschieden auf übertriebene Härte, weil er ihn festhielt, bis beide rutschend auf dem nassen Boden zum Stillstand kamen. So gab es das erste First Down für den Gast statt eines zweiten Versuchs mit viel Raum zu überbrücken und plötzlich war die Offense da. Zwei kurze Pässe mit Raumgewinn funktionierten ebenso, wie ein Lauf von Rennie und nach einer weiteren Strafe für die Ravens stand man innerhalb der 10. Man zeigte Heavy-Personell und jeder im Stadion rechnete mit dem Lauf über Topstar Jalen Dunnigan, der sich als Runningback aufgestellt hatte, doch dann kam der Fake und der Pass auf Fabian Herbst und der fing sicher zum 13:7. Plötzlich war die Souveränität der Ravens dahin, das Team wirkte etwas nervös und kam im folgenden Ballbesitz nur zu einem Three-and-out. Albershausen hatte so kurz vor der Halbzeit sogar die Chance, mit Führung in die Pause zu gehen, doch wieder hielt die Ravens-Defense. Mit rund einer Minute auf der Uhr kamen die Krefelder nochmal aufs Feld, marschierten plötzlich wieder flüssig, hatten einen langen Pass auf Mitch Sawyer und standen schließlich mit Sekunden auf der Uhr in der Redzone. Wieder versuchte Arrambide den Pass, erneut auf Sawyer, doch er unterwarf einige Zentimeter und Gäste-Linebacker Fabian Herbst fing den Ball ab, so ging es mit 13:7 für die Ravens in die Kabinen.
Der zweite Durchgang begann dann erneut mit Ravens-Ballbesitz und man versuchte, Sicherheit ins Passspiel zu bringen. Zwei kurze Pässe auf Bojko waren erfolgreich und der Top-Receiver machte jeweils viel Raumgewinn nach dem Catch. So marschierte man Stück für Stück und an der 35 ging der Ball einmal mehr an Wedge und der fand wieder ein großes Loch und brachte den Ball zum 20:7 in die Endzone. Nach einem weiteren Three-and-out der Gäste waren wieder die Ravens am Ball und erneut marschierte das Team beeindruckend über das Feld. Letztlich stand man in der Redzone und war im dritten Versuch unter Druck und Arrambide ging in die Endzone auf Leroy Rümmeli und der fing den Ball hervorragend mit den Fingerspitzen und verbuchte das 27:7. Nun war der Gast unter Druck und kam auch durch Ravens-Flaggen und einige Pässe auf Antonio Miskovic bis in die Redzone der Ravens, doch die antworteten durch eine Interception von Dexter Shea und der brachte den Ball bis an die 30 zurück, doch eine Flagge für ein persönliches Foul nach dem Abpfiff brachte den Ballbesitz an der eigenen 15. Das aber machte den Ravens nichts, denn nach Ballübergabe fand Wedge ein riesiges Loch und ging ganz allein auf und davon, bekam noch einen starken Block von Rümmeli und ging in die Endzone. Doch eine Flagge machte den Erfolg zunichte. So ging es fast an den Ursprungspunkt zurück und Arrambide wollte eigentlich passen, doch alle Receiver waren gedeckt und so ging er selbst und plötzlich ging mit starken Blocks das Loch auf und er ging ganz allein über gut 80 Yards in die Endzone. Man ging jetzt für zwei Punkte und da Akiva Wedge noch zu Atem kommen musste, trug André Frisch den Ball zum 35:7 in die Endzone. Es war jetzt ein tiefes Loch für die Gäste, die unbedingt scoren mussten und sie bekamen sofort einen starken Lauf durch Rennie, der sein Team bis an die Ravens-27 brachte. Ein Holding der Ravens brachte dann ein neues First Down und Ballbesitz an der 14, doch die Defense hielt dreimal und so musste man im vierten Versuch in die Endzone und das gelang: Rennig ging auf Dunnigan und der schaffte es einmal, sich gegen die Ravens-Passverteidigung durchzusetzen und brachte den Ball zum 14:35 in die Endzone. Nun musste man unbedingt etwas versuchen und so ging Albershausen auf den Onside-Kick. Der Ball traf Penfold und wurde dann von den Gästen recovered. Zunächst bewegte man den Ball gut, doch an der 28 der Ravens versuchte man den Pass, der jedoch von einem Ravens-Verteidiger heruntergeschlagen wurde – genau in die Arme von Jan Harms und der trug den Ball zunächst weit zurück, dann kam Dunnigan heran, traf genau mit der Schulter den Ball und verursachte den Fumble, den erneut Herbst recoverte. So hatte Albershausen im selben Play den Ball zurück, doch es wurde noch wilder, denn nach einem Pass auf Dunnigan schlugen diesmal die Ravens den Ball los und augerechnet Harms eroberte ihn zurück – eine wilde Sequenz. Damit war das Spiel natürlich endgültig gelaufen, die Ravens bekamen nochmals einen langen Lauf von Wedge an die 5, den der Import-Runningback dann selbst zum letzten Touchdown des Tages und dem 42:14 vollendete. Der Rest war dann Jubel der Ravens und ein Gästeteam, das durchaus auch nicht unzufrieden die Heimreise antrat.
Die Ravens ihrerseits freuen sich nun auf das nächste größte Spiel der Vereinsgeschichte: In zwei Wochen im GFL2-Bowl gegen die Rostock Griffins. Die hatten sich souverän mit 54:34 bei den Wiesbaden Phantoms durchgesetzt. Es wird ohne Frage ein Duell auf höchstem GFL2-Niveau, denn die Griffins waren zwar im ersten Heimspiel der Ravens unterlegen, haben aber unter der Saison in Christopher Zellous einen neuen Quarterback verpflichtet, der fraglos zu den besten Spielmachern der Liga gehört. Fans können sich also auf ein absolutes Topduell einstellen. Die Vorfreude im Lager der Ravens jedenfalls ist grenzenlos. Am 12. September findet das Spiel um 17 Uhr in der Grotenburg statt.
Scores:
6:0 (6.) Wedge
12:0 (12.) Summerour
13:0 (12.) Storm
13:6 (23.) Herbst
13:7 (23.) Kalla
19:7 (26.) Wedge
20:7 (26.) Storm
26:7 (32.) Rümmeli
27:7 (32.) Storm
33:7 (38.) Arrambide
35:7 (38.) Frisch
35:13 (40.) Dunnigan
35:14 (40.) Kalla
41:14 (47.) Wedge
42:14 (47.) Storm
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