Ravens gewinnen Derby gegen Langenfeld mit 38:7 und sichern sich die Nordmeisterschaft

Ravens gewinnen Derby gegen Langenfeld mit 38:7 und sichern sich die Nordmeisterschaft

Allgemein

Die Krefeld Ravens bleiben ungeschlagen und feiern mit einem souveränen 38:7 gegen die Langenfeld Longhorns den achten Saisonsieg. Mit einer überragenden Defensivleistung und dem Gewinn der GFL2-Nordmeisterschaft sichern sich die Ravens das Heimrecht im Play-off-Halbfinale. Nun richtet sich der Blick auf die heiße Saisonphase – mit den Play-offs und dem Traum vom Aufstieg in die GFL.

Ravens siegen im Derby gegen Langenfeld mit 38:7

Mit einem weiteren dominanten Auftritt im Derby gegen die Langenfeld Longhorns haben die Krefeld Ravens auch ihr achtes Seasonspiel gewonnen. Beim 38:7 (21:0) zeigte vor allem die Defense eine hervorragende Leistung und ließ kaum Raumgewinn und keine Punkte (die gab es gegen die Offense) der Longhorns zu. 499:64 Gesamtyards zeigen, wie gut die Ravens insgesamt agierten. Doch auch die Longhorns zeigten, arg verletzungsgebeutelt, eine gute Leistung und verhinderten allzu viele Punkte der Ravens.

Das Spiel allerdings begann für den Gast denkbar unglücklich, denn bei eigenem Ballbesitz startete man mit einer Strafe, hatte dann eine Lauf ohne jeden Raumgewinn und im zweiten zählenden Play misslang der Snap vollkommen, ging über den Kopf von Ex-Ravens-Quarterback Lucas Wevelsiep hinweg und wurde von Max Emmerich recovered und bis an die Zwei-Yard-Linie getragen. Noch schlimmer für die Gäste: Wevelsiep verletzte sich bei der Aktion an der Schulter und musste für den Rest des Spiels zuschauen. Die Ravens ihrerseits nutzten die Situation und direkt im nächsten Play war es Akiva Wedge, der den Ball in die Endzone trug. Es folgte nach Three-and-out der Longhorns ein strukturell starker Drive der Hausherren, doch unmittelbar an der Redzone probierte man es mit einem Screen. Jayden Lawson, Top-Defender der Longhorns, tippte den Ball und Benedikt Hund fing den Ball zur Interception – sicher unglücklich für Ravens-Quarterback Christian Arrambide, aber eine starke Aktion der Longhorns-Defense. Die Ravens-Defense aber wusste das auszubessern und stoppte die Longhorns erneut nach drei Versuchen ohne ausreichendne Raumgewinn. Bis zum zweiten Quarter gelang dann beiden Seiten nichts Zählbares mehr, doch kurz nach Seitenwechsel waren es wieder die Ravens, die zeigten, was sie können und letztlich bediente Arrambide durch die Mitte Jakob Bojko auf einer Post-Route und der fing sicher zum 14:0. Den nächsten Touchdown besorgte dann in der 20. Minute Stephen McCluskey zum 21:0-Halbzeitstand. Sekunden vor der Halbzeit brachten die Ravens dann noch einmal einen überragenden Drive auf den Rasen, scheiterten aber letztlich daran, den Ball vor auslaufen der Uhr in die Endzone zu tragen und weitere Punkte zu verbuchen.

Nach dem Seitenwechsel zeigte sich dann ein ähnliches Bild. Die Ravens zeigten einen strukturell guten Drive, leisteten sich dann aber einen Fumble beim Snap, den sie zwar recoverten, den Raumverlust aber nicht auszugleichen vermochten. So musste man punten und der Ball nahm einen perfekten Bounce, überraschte so Nathan Falconi, der als Returner auf den Touchback baute und die Longhorns mussten in der Folge von der eigenen 2 starten. Und es kam, wie es gegen eine so starke Defense wie die der Ravens kommen muss: Ramon Franco traf den perfekten Zeitpunkt für den Blitz durch die Mitte, ging ungeblockt durch und brachte den Runningback im Moment der Ballübergabe zu Fall, so war es der Sefety für Krefeld. Der folgende Kickoff brachte dann einen versuchten Onside-Kick und McCluskey legte einen starken Return hin und bekam auch gleich den ersten Pass. Zwei Runs von Akiva Wedge später stand man einmal mehr an der 2 und wieder war es Wedge, der den nächsten Touchdown verbuchte. Die Ravens stellten sich zum PAT auf, dann aber zog Chris Manser, der Holder, den Ball raus und bediente mit einem schönen Lop-Pass erneut McCluskey in der Endzone zu den nächsten zwei Punkten. Die Longhorns konnten erneut nach Three-and-out nur punten und wieder zeigten die Ravens einen starken Drive. Kurz vor der Redzone bediente Arrambide McCluskey und der Tightend, der ein bärenstarkes Spiel zeigte und zurecht zum Spieler des Spiels erkoren wurde, machte seinen einzigen Fehler im Spiel, ließ den Ball durch die Hände gleiten und der sprang genau zum besten Defender der Longhorns, Jayden Lawson und der nahm den Ball auf und trug den Ball über fast 80 Yards bis in die Endzone der Ravens. Auch ein Tackle nach starkem Einsatz von Jarrel Berrenstein kam zu spät, der Touchdown zählte. So hatten die Gäste ihre Ehrenpunkte. Die Ravens waren davon aber nicht beeindruckt und zeigten einen weiteren starken Drive, unterstützt auch von einer seltenen Flagge gegen die Longhorns und schließlich stand man bei 1st and Goal und einmal mehr war es Wedge, der über den Boden die Punkte besorgte. Damit war das Spiel final entschieden. Beide Seiten zeigten noch einige gute Plays, doch am Spielstand änderte sich nichts mehr.

Mindestens so wichtig wie der eigene Erfolg für die Ravens, der ihnen final den ersten Platz sicherte, egal, was noch passiert, war aber der parallele deutliche Sieg der Leipzig Lions gegen die Elmshorn Fighting Pirates. Diese sicherten sich damit final den Klassenverbleib. Damit ist sowohl das Lions-Spiel in Minden in der kommenden Woche als auch, insbesondere, das ausgefallene Spiel der Ravens in Leipzig sportlich bedeutungslos. Damit steigen die Chancen, dass das Spiel nicht ausgetragen werden muss. Das würde den Ravens nicht nur viel Geld für die Fahrt, sondern, mindestens ebenso wichtig, die Belastung in der eigentlichen Bye-Week vor den Playoffs sparen. So ginge man mit gleichen Chancen wie der Gegner in die Partie und auch die Gefahr von Verletzungen wird naturgemäß verringert. Und auch auf einem anderen Platz geschah wichtiges für die Ravens: Im Süden siegten etwas überraschend die Albershausen Crusaders bei den Augsburg Centurions. Damit sind mit hoher Wahrscheindlichkeit die Crusaders der Playoff-Gegner der Ravens im Halbfinale in der Grotenburg am 29.08.26 um 16:00 Uhr. Zuvor steht noch ein Spiel der Ravens gegen die Fighting Pirates an. Die kommen am Samstag, 15. August, (Spielbeginn 16 Uhr) in die Grotenburg.

Dann geht es ab dem 29. August in die ganz heiße Phase: die Playoffs um den Aufstieg in die GFL.

Scores

6:0 (1.) Wedge

7:0 (1.) Storm

13:0 (13.) Bojko

14:0 (13.) Storm

20:0 (20.) McCluskey

21:0 (20.) Storm

23:0 (31.) Franco

29:0 (33.) Wedge

31:0 (33.) McCluskey

31:6 (38.) Lawson

31:7 (38.) Zimmermann

37:7 (41.) Wedge

38:7 (41.) Storm

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