Krefeld Ravens steigen nach dramatischem 24:14 in die GFL1 auf!

Krefeld Ravens steigen nach dramatischem 24:14 in die GFL1 auf!

Seniors

Die Krefeld Ravens haben ihren großen Traum wahr gemacht und steigen nach einem dramatischen 24:14 gegen die Rostock Griffins in die höchste deutsche Spielklasse auf. Vor 3.550 Zuschauern in der Grotenburg entwickelte sich eine Defense-Schlacht, die erst mit einer Interception von Greg Bonneau im allerletzten Spielzug entschieden wurde. Nach einer perfekten Saison feiern die Ravens den größten Erfolg ihrer Vereinsgeschichte – und 2027 heißt es in Krefeld: GFL-Football!

Es war ein dramtisches, ein bis zur letzten Sekunde enges Spiel, in dem die Krefeld Ravens ihren großen Traum wahrgemacht haben: In der kommenden Saison wird das Team von Allan Verbraeken in der effect©️ ENERGY GFL auflaufen. Damit werden die Fans in Krefeld die Topteams der Liga wie die Potstam Royals oder die Dresden Monarchs ebenso zu sehen bekommen, wie zum „Straßenbahnderby“ die Düsseldorf Panther. Mit einem 24:14 (3:0) sicherte sich das Team die große Feier nach dem Spiel mit Fans und Freibier vor der Grotenburg.

Dabei war es aber ein enges, ein dramatisches Spiel, in dem eine Interception von Greg Bonneau in der eigenen Endzone im allerletzten Play des Tages – 8 Sekunden vor dem Ende und ohne Auszeit für Rostock – die er in die Endzone zurücktrug final den Erfolg sicherte. Doch der Reihe nach: Die Partie ging für beide Offensive schwierig los. Beide mussten von den starken Defenses je ein Three-and-out hinnehmen. Es folgte das erste Bigplay des Tages, nachdem Rostock sich bis in die Redzone vorgearbeitet hatte, warf im dritten Versuch Griffins-Top-Quarterback Christopher Zellous in die Endzone. In sieben Spielen war er nur fünfmal intercepted worden, doch diesmal spritze Colin Zimmermann dazwischen und fing den Ball ab, um ihn bis an die 20 zurückzutragen. Das Play zeigte früh, dass die Verteidigungsreihen an diesem Tage dominieren würden. Die Ravens antworteten ihrerseits mit einem guten Drive, mit einem tiefen Pass auf Leroy Rümmeli und einem weiteren Pass auf Akiva Wedge, der das Team seinerseits in die Redzone brachte. Auch die Ravens kamen nicht bis zum Touchdown, doch aus 37 Yards setzte Dennis Storm den Ball im Fieldgoal zwischen die Stangen. Nachdem die Ravens-Defense einen weiteren Punt erzwang, folgte ein weiterer starker Drive mit Pass auf Marco Jünger unmittelbar vor der Endzone. Doch den Ball brachte das Team nicht über die Linie und so probierte sich Storm erneut mit dem Kick, diesmal aus 23 Yards. Doch diesmal war er nicht erfolgreich. Auch im weiteren Verlauf blieb es eine Defense-Schlacht, in der die Ravens-Offense zwar hier und da Glanzlichter setzte, aber letztlich nicht erfolgreich war. Rostock tat sich auf der anderen Seite gegen eine perfekt eingestellte Defense der Ravens noch schwerer und so blieb es zur Halbzeit beim 3:0.

Nach dem Seitenwechsel zeigte sich schnell, dass die Ravens speziell im Lauf Veränderungen vorgenommen hatten. Wedge, der bis dahin fast immer in eine Wand aus Verteidigern gelaufen war, kam jetzt viel besser zum Zug und avancierte einmal mehr zur Säule der Krefelder Offensive. Doch zuvor gab es einen Schock zu verdauen: Die Ravens bekamen nach dem Seitenwechsel den Ball, doch gleich im ersten Play des zweiten Durchgangs suchte Quarterback Christian Arrambide den Pass und der wurde abgefangen. So sicherte sich Rostock den Ball an der 36-Yard-Linie der Ravens. Und das nutzten die Gäste. Zwar hielt die Ravens-Defense drei Versuche lang und erzwang den vierten Versuch. Den aber verwerteten die Gäste und so stand man unmittelbar vor der Endzone und die Griffins nutzten die Situation. Ein Pass über die Mitte auf Jayden Lewis brachte die 7:3 Führung (PAT durch Jonas Beumer) für die Griffins. Doch die Ravens antworteten schnell. Gleich im folgenden Drive bewegten sie, gestützt auf den Lauf von Wedge, den Ball sehr gut und standen schließlich an der 15 der Griffins. Und da ging der Ball nochmals an Wedge und der trug das Spielgerät zum erneuten Führungswechsel in die Endzone. Allerdings wurde der Extrapunkt-Versuch geblockt. So stand es 9:7 für die Ravens. Die Griffins antworteten ihrerseits mit einem guten Drive und bewegten den Ball zunächt gut, doch dann warf Zellous erneut einen Pass in eine Doppeldeckung und Edwin Summerour spritze dazwischen und fing den Ball spektakulär ab. Es war der Startpunkt eines weiteren starken Drives der Ravens, der zunächst nach Flaggen zwei lange dritte Versuche der Ravens brachte, die aber Arrambide selbst mit den Füßen und Rümmeli durch die Luft verwerteten. Doch nach einigen weiteren guten Läufen von Wedge war Schluss und die Ravens punteten. Der Punt flog nah an die Endzone, wo ihn Jamal Soufi sichern wollte, doch er erhielt einen Block in den Rücken durch Austin Wood und das brachte die Flagge und damit den Ballbesitz der Griffins an der eigenen 4. Und das brachte das nächste Bigplay, denn Zellous war bis dahin nie gesackt worden, doch jetzt brach Daryn Blackwell durch und brachte den starken Gäste-Quarterback zu Fall. Es war der Safety und damit die 11:7-Führung. Doch es folgte eine Szene, die zunächst drohte, das Spiel zu entscheiden: Die Ravens bekamen einen Lauf von Wedge und der wurde von vier, fünf Verteidigern gleichzeitig getackelt. Aus dem Pile lief plötzlich Austin Wood mit dem Ball heraus und trug in ihn die Endzone. Nach kurzer Diskussion gab die Schiedsrichtercrew um White-Head Jessica Ringelstein den Touchdown. Wedge allerdings reklamierte, am Boden gewesen zu sein. Die Bilder klären es nicht final auf, es scheint aber eher so gewesen zu sein. Es war eine der ganz wenigen strittigen Entscheidungen einer hervorragenden Schiedsrichtercrew, die das Spiel zu jeder Zeit im Griff hatte. Noch schlimmer aber: Wedge blieb verletzt liegen und musste stark humpelnd vom Feld gebracht werden. Die Griffins versenkten den PAT sicher. So stand es 11:14 und die Ravens waren unter Druck. Und sie lieferten. Überraschenderweise stand auch Wedge wieder auf dem Feld und biss auf die Zähne – nach dem Spiel konnte er kaum noch laufen und humpelte stark. Doch im Spiel war von einer Verletzung nichts zu merken. In einem ganz langen Drive in den letzten Minuten trugen die Gastgeber den Ball Stück für Stück über das Feld. Wedge, Arrambide mit den Füßen und zweimal Jakob Bojko mit starken Catches brachten das Team an die 4 und hier übernahm der Ravens-Runningback das Leder und stellte mit seinem zweiten Touchdown die erneute Führung wieder her. Der PAT war gut und Rostock musste so in den letzten 1.30 Minuten einen Touchdown scoren, denn beim 18:14 reichte ein Fieldgoal nicht. Sie marschierten gut über den Platz, wobei die Ravens-Defense auch eher ein Prevent-Programm spielte und lange Pässe zu unterbinden versuchte, was auch gelang. Und so lief die Zeit herunter und acht Sekunden vor dem Ende kam alles auf das letzte Play an: Die Griffins standen an der 30 und hatten noch dieses eine Play. Ein Touchdown und sie hätten das Spiel gewonnen, ansonsten hieße der Sieger Krefeld Ravens. Die Griffins wählten den Pass in die Endzone und diesmal war es Greg Bonneau, der den Ball abfing. Unter dem frenetischen Jubel der euphorischen 3550 Zuschauer in der Grotenburg ging er seinerseits in die Offensive und trug den Ball über 100 Yards zum Touchdown. Die Teamzone der Ravens rannte jubelnd aufs Feld und so gab es nach dem Spielzug gleich mehrere Flaggen und einen PAT von der Mittelline, aber das war egal: Die Ravens knieten das Play ab und der Rest war Jubel und ein 24:14-Sieg im größten Spiel der bisherigen Vereinsgeschichte.

Nach dem Spiel brachen alle Dämme. Die Ravens feierten ausgelassen das Ziel der langen Reise, die GFL. Bei Freibier und Musik wurde bis spät in die Nacht vor der Grotenburg gefeiert. Die Ravens, bei denen Wedge zum Spieler des Spiels gewählt wurde, bei denen aber vor allem die Defense um einen ebenfalls überragenden Summerour mit zwei Interceptions überzeugte, genießen nun den Erfolg, ehe man sich intensiv auf das nächste Level, das höchste in Deutschland, vorbereitet.

Scores

3:0 (11.) Storm

3:6 (27.) Lewis

3:7 (27.) Beumer

9:7 (31.) Wedge

11:7 (42.) Blackwell

11:13 (43.) Wood

11:14 (43.) Beumer

17:14 (47.) Wedge

18:14 (47.) Storm

26:15 (48.) Bonneau

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