Die Krefeld Ravens setzen ihre Erfolgsserie fort und gewinnen auch bei den Hamburg Pioneers klar mit 67:16. Mit einer erneut überragenden Offensivleistung sichern sich die Seidenstädter vorzeitig die Play-off-Qualifikation. Nun fehlt den Ravens im Heimspiel gegen Langenfeld nur noch ein Sieg zur Meisterschaft der GFL2 Nord und zum Heimrecht im Halbfinale.
Die Krefeld Ravens haben auch ihr letztes reguläres Auswärtsspiel der Saison gewonnen. Bei den Hamburg Pioneers ließ das Team den Hausherren wie schon im Hinspiel keine Chance und siegte am Ende gleichermaßen deutlich wie verdient mit 67:16 (34:10). Dabei zeigte sich die Offense einmal mehr sehr ausgeglichen. Sechs unterschiedliche Spieler verbuchten Touchdowns, darunter Jakob Bojko deren drei, Stephen McCluskey und Akiva Wedge waren je zweimal erfolgreich.
Die Ravens legten gleich los wie die Feuerwehr, ließen von den Hausherren zunächst keinen substanziellen Raumgewinn zu und erarbeiteten sich damit das Three-and-out. Selbst zeigte man sofort einen starken Drive, den am Ende ein perfekter Pass in ein ganz enges Fenster auf Wedge veredelte, der in die Endzone ging. Hamburg wusste zwar mit einem Fieldgoal duch Cobian Adjei-Freeman zu antworten, doch auch die Ravens blieben auf dem Gaspedal. Nach einem tollen Drive mit Traumpass von Christian Arrambide unter viel Druck auf Leroy Rümmeli an der gegnerischen vier-Yard-Linie war es letztlich McCluskey, der den zweiten Touchdown des Tages verbuchte. Danach wurden beide offensiven gestoppt, so dauerte es fast zehn Spielminuten bis zum nächsten Score: Arrambide ging selbst und brachte den Ball in die Endzone. Drei Minuten später war es nach überragendem Return der Pioneers durch den blitzschnellen Michael Webb bis an die 20 der Ravens deren Spielmacher Taylor Eggers, der selbst in die Endzone ging. So kam Hamburg auf 10: 21 heran – doch das ließen die Ravens nicht auf sich sitzen. Edwin Summerour nahm den Ball direkt nach dem folgelnden Kickoff auf, zeigte seinen ganzen Speed, ließ auf der rechten Seite gleich mehrere Pioneers aussteigen und stellte nur wenige Sekunden später den alten Abstand wieder her. Und es kam sogar noch besser, denn 30 Sekunden vor der Pause verbuchte der einmal mehr starke Wedge seinen zweiten Endzonenbesuch zum Halbzeitstand von 34:10. Auffällig: Es war sein zweiter Touchdown im Pass, statt im Lauf.
Nach dem Seitenwechsel bekamen die Ravens den Ball und es passierte, was in dieser Saison sehr selten passiert: Bei einem tiefen Pass nahm Arrambide zu viel Risiko, der Ball wurde von Hamburgs überragenden Defender Webb abgefangen und stark returniert, so hatte Hamburg an der eigenen 42 eine sehr gute Ausgangsposition. Die Hausherren zeigten einen guten Drive und am Ende war es ein Pass auf Lion Mohnssen, der den Ball im rückwärtsfallen und unter Bedrängnis überragend fing, der die nächsten Hamburger Punkte besorgte und das Team auf 16:34 heranbrachte. Doch wer glaubte, dass es noch einmal spannend werden könnte, sah sich getäuscht. Die Ravens drehten jetzt erst so richtig auf. Zwar dauerte es sieben Spielminuten bis zum nächsten Score durch Mitch Sawyer (37.), doch fortan ging es nur noch in eine Richtung. Dazu trugen auch zwei Fumbles der Pioneers bei, die die Ravens eroberten. Dreimal Bojko und McCluskey stellten das Endergebnis auf 67:16 und damit einen extrem deutlichen Auswärtserfolg her. Den letzten Touchdown verbuchte dabei wie schon in der Vorwoche Isaiah Trouwloon mit einem tollen Pass auf Bojko.
Damit haben die Krefelder die Playoff-Qualifikation endgültig sicher. Da im Parallelspiel der Zweite Rostock Griffins sensationell beim bislang sieglosen Letzten Minden Wolves unterlag, könnten sich die Ravens jetzt sogar zwei Niederlagen erlauben. Mit einem Erfolg gegen die Langenfeld Longhorns am kommenden Samstag, 8. August, in der heimischen Grotenburg wären die Krefeld Ravens Nordmeister und würden sich damit das Heimrecht im Halbfinale sichern. Der Gegner des Play-Off Halbfinals wird sich mutmaßlich in der kommenden Woche entscheiden, denn dann reist der Süd-Dritte Abelshausen Crusaders zu den Augsburg Centurions. Gewinnt Augsburg, stehen sie als Zweiter der Südstaffel fest und würden dann wie dargestellt aller Wahrscheinlichkeit nach Krefeld reisen, sofern der Sieg gegen Langenfeld am nächsten Samstag gelingt. Die Saison läuft unweigerlich auf ihren Höhepunkt zu und Fans in Krefeld können aus nächster Nähe dabei sein.
0:6 (4.) Wedge
0:7 (4.) Storm
3:7 (6.) Adjei-Freeman
3:13 (9.) McCluskey
3:14 (9.) Storm
3:20 (18.) Arrambide
3:21 (18.) Storm
9:21 (21.) Eggers
10:21 (21.) Adjei-Freeman
10: 27 (21.) Summerour
10:33 (24.) Wedge
10:34 (24.) Storm
16:34 (30.) Mohnssen
16:40 (37.) Sawyer
16:41 (37.) Storm
16:47 (38.) Bojko
16:48 (38.) Storm
16:54 (40.) Bojko
16:60 (45.) McCluskey
16:61 (45.) Storm
16:67 (47.) Bojko
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