Die Krefeld Ravens beenden die reguläre Saison mit einem deutlichen 51:14-Heimsieg gegen die Elmshorn Fighting Pirates. Nach einer starken Anfangsphase der Gäste drehten die Ravens vor allem im zweiten Quarter auf und sorgten bereits vor der Pause für klare Verhältnisse. Nun gilt der volle Fokus dem Play-off-Halbfinale am 29. August in der Grotenburg und dem nächsten Schritt Richtung GFL-Aufstieg.
Ravens trotzen starker Fighting-Pirates-Anfangsphase bei klarem 51:14
Die Krefeld Ravens haben auch ihr letztes Heimspiel in der regulären Saison der GFL2 souverän gewonnen. Gegen die Elmshorn Fighting Pirates siegte das Team letztlich ungefährdert mit 51:14 (35:7). Dabei tat sich die Mannschaft von Headcoach Allan Verbraeken im ersten Viertel durchaus schwer und kam fast gar nicht mit der eigenen Offense auf das Feld. Doch ein starkes zweites Quarter brachte letztlich den unbefährdeten Erfolg. Das Spiel wurde allerdings einerseits dadurch geprägt, dass sich zur Mitte des zweiten Quarters Pirates-Starting-Quarterback Qunicy Casey verletzte und nicht weiter spielen konnte. Auf der anderen Seite setzten die Ravens nach der Pause fast ausschließlich nur noch Backups ein. Starter wie Christian Arrambide, Akiva Wedge wurden geschont. Spieler wie Top-Receiver Leroy Rümmeli, Top-Passverteidiger Edwin Summerour, Defenseliner Jan Harms sowie zahlreiche andere wurden vollständig geschont und sind erst garnicht mit aufgelaufen.
Die Partie begann durchaus überraschend, denn im ersten Drive marschierten die Gäste, die den Contoss gewonnen und den Ball gewählt hatten, stark über das Feld, profitierten auch von einer Flagge der Ravens und kamen so letztlich zur duchaus überraschenden Führung durch den ehemaligen ELF-Receiver Benny Mau, der einen Pass durch die Mitte von Casey sicher fing und zu sechs Punkten (PAT Leon DiVito) verwandelte. Es folgte ein in der Struktur sehr überraschender Onside-Kick, der die Ravens komplett auf dem falschen Fuß erwischte. Die Gäste eroberten den Ball und starteten den nächsten Drive, der erst in der Redzone gestoppt wurde, als sie erfolglos versuchten, einen vierten Versuch auszuspielen. Doch noch immer kamen die Ravens nicht ins Spiel und verbuchten ein Three-and-out der eigenen Offense. Ein weiterer guter Drive der Gäste endete erneut in einem erfolglosen vierten Versuch und unmittelbar vor Ende des ersten Durchgangs gelang erstemals ein echter Drive für die Ravens, der in einem Touchdown durch Akiva Wedge endete, der aus sieben Yards in die Endzone lief. Wieder zeigten die Gäste einen guten Drive, der erneut in der Ravens-Redzone mündete, doch wieder blieb die Defense hier stabil und stoppte einen vierten Versuch. Und das führte direkt zum ersten ganz großen Bigplay des Tages: Erneut Wedge fand eine Lücke und marschierte über 78 Yards zur Führung für die Ravens. Es folgte die wohl endgültig spielentscheidende Szene: Elmshorn stand noch in der eigenen Hälfte, als Mike Stadler zu früh startete, sich aber wieder hinter die Line of Scrimmage zurückbewegte, bevor der Ball gesnappt wurde.
So war es keine Flagge, doch Casey ging offenbar von einem Free-Play aus, ging tief und Ansley Kusi fing den Ball spektakulär ab. Noch schlimmer für die ohnehin personell dezimierten Gäste, die bereits auf den nach Yards statistisch besten Runningback der Liga, Nate Thomas, verzichten mussten, war aber, dass sich in dieser Szene Casey verletzte. Offensichtlich blieb er mit der Hand im Helm eines Pass-rushers hängen und zog sich eine tiefe Schnittwunde in der Wurfhand zu. Da auch Backup-Quarterback Jean-Pierre Baatz nicht dabei war, musste der dritte Quarterback Finn Janszikowsky fortan spielen. Doch zunächst waren die Ravens am Ball und kamen erneut durch Wedge aus kurzer Distanz zum nächsten Touchdown, nachdem zuvor ein 80-Yard-Touchdown des Amerikaners durch eine Taunting-Flaggte gegen Mitch Sawyer zurückgenommen worden war. Im nächsten Drive zeigten die Ravens dann ein starkes Play über Tightend Stephen McCluskey, der nach kurzem Catch und hervorragendem Lauf am Ende Safety Damian Cischewski regelrecht planierte. Es folgte ein Pass auf Jakob Bojko und der nächste Ravens-Touchdown. Die Gäste versuchten es nun über den Lauf, doch Backup-Runningback Finn David wurde hart getackelt und verlor den Ball. Yhemmario van Es sicherte ihn für die Ravens und nach einem starken Catch von McCluskey an der Ein-Yard-Linie ging Wedge mit seinem vierten Touchdown im zweiten Quarter zum 35:7-Pausenstand in die Endzone.
Das Spiel war damit natürlich faktisch entschieden und ab der Halbzeit setzten die Ravens wie erwähnt fast ausschließlich auf Backups. Das sorgte gleich für das große Bigplay der Gäste: Einen Pass von Backup-Quarterback Isaiah Trouwloon auf die linke Seite las Gäste-Allzweckwaffe Adekheem Brown perfekt, spritze dazwischen, fing den Ball ab und ging über das ganze Feld zum 35:14. Doch es sollte nur ein kurzes Strohfeuer sein, die Ravens verbuchten noch zwei Touchdowns durch einen Pass auf Mitch Sawyer und einen Lauf von Neuzugang Jimmy Onema, der einige starke Läufe zeigte. Zuvor hatte auch Emmanuel Yeboah einen starken Auftritt. Nach schlechtem Snap der Gäste sorgte er zunächst für den Tackle an der Ein-Yard-Linie und im nächsten Play war er es, der den Safety verbuchte. So blieb es am Ende bei einem deutlichen 51:14 für die Ravens.
Im Play-Off Halbfinale empfängt das Team am 29.08.26 um 16:00 Uhr dann den Zweiten der Südstaffel zum Halbfinale und will sich unbedingt durchsetzen, um zwei Wochen später, am 12. September, vor heimischer Kulisse den GFL2-Bowl zu spielen.
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Scores
0:6 (3.) Mau
0:7 (3.) DiVio
6:7 (14.) Wedge
7:7 (14.) Storm
13:7 (19.) Wedge
14:7 (19.) Storm
20:7 (21.) Wedge
21:7 (21.) Storm
27:7 (22.) Bojko
28:7 (22.) Storm
34:7 (24.) Wedge
35:7 (24.) Storm
35:13 (25.) Brown
35:14 (25.) DiVito
41:14 (30.) Sawyer
42:14 (30.) Schumacher
44:14 (37.) Yeboah
50:14 (42.) Onema
51:14 (42.) Schumacher
Fotograf/en


























