Krefeld Ravens vs. Hamburg Pioneers: Ravens gewinnen Revanche in 4 stündiger Hitzeschlacht

Krefeld Ravens vs. Hamburg Pioneers: Ravens gewinnen Revanche in 4 stündiger Hitzeschlacht

Seniors

Die Krefeld Ravens haben das Spitzenspiel gegen die Hamburg Pioneers mit 63:28 gewonnen und bleiben damit auch nach dem fünften Saisonspiel ungeschlagen. Vor heimischer Kulisse begeisterte das Team mit einer starken Leistung, großem Kampfgeist und einer dominanten zweiten Halbzeit, in der die Ravens ihre Klasse eindrucksvoll unter Beweis stellten.

Die Krefeld Ravens haben auch ihr fünftes Spiel der Saison souverän gewonnen. Im zweiten Heim-Topspiel im zweiten Heimspiel der Saison zeigte sich das Team dabei gegen lange starke Hamburg Pioneers gleichermaßen stark wie resilient und siegte am Ende souverän und dominant mit 63:28 (43:28).

Dabei aber ging das Spiel alles andere als optimal los, denn gleich im zweiten Play der Pioneers gelang diesen der erste große Erfolg des Spiels: Bei einem Laufspiel fand Malik Schachner, der beste Ballträger des Vorjahresmeistes, eine Lücke und war plötzlich auf und davon, um schließlich aus 80 Yards zum Touchdown in die Endzone zu laufen. So war der erste Schlag gesetzt, doch die Ravens antworteten sofort. Mit einem starken Drive führte Christian Arrambide das Team unwiderstehlich über das Feld und schließlich war es Akiva Wedge, der den Touchdown erzielte. In Führung blieb der Gast trotzdem, denn anders als der Extrapunkt von Lukas Benner auf Pioneers-Seite wurde der Ravens-PAT geblockt. Die Ravens blieben jetzt auf dem Gaspedal und in der 11. Minute war es so weit: Nach einem weiteren starken Drive bedinete Arrambide Jakob Bojko und der brachte sein Team mit dem zweiten Ravens-Touchdown des Tages zum ersten Mal in Führung. Da auch Dennis Storm erfolgreich war, stand es 13:7. Die Gäste aber gaben nicht nach und gleich nach dem Kickoff antwortete das Team: Anders als sonst fast immer kickte Bojko den Kickoff nicht zum Touchback, sondern dieser wurde auf der Goalline von Mike Webb aufgenommen. Der Import-Corner der Pioneers zeigte Speed und Agilität und startete über die linke Seite durch und brachte den Ball zum postwendenden 13:14 (PAT Benner) in die Endzone. Zu diesem Zeitpunkt hatte Hamburg mit der eigenen Offense noch kaum Akzente setzen können, nutzte jedoch durch Bigplays alles, was die Ravens ihnen gaben. Und davon sollte noch mehr folgen, denn vor der Quarterpause legte Krefeld einen weiteren tollen Drive hin. Schließlich klopfte man an die Redzone an, Arrambide bediente Max Langhausen und der brachte das Spielgerät eigentlich zum first Down, doch Nico Heins schlug den Ball los und genau in die Arme von Webb, der sofort durchstartete und seinen zweiten langen Touchdown des Tages – diesmal aus gut 80 Yards – erzielte. So ging es mit einem durchaus nicht erwarteten 13:21 in den zweiten Abschnitt. Der aber sah einen weiteren starken Drive der Ravens, an dessen Ende es einmal mehr der überragende Mann des Nachmittags und Abends, Akiva Wedge war, der den Ball nicht nur während des Drives mehrfach stark nach vorn trug sondern auch seinen zweiten Touchdown erzielte und so die Ravens zum 19:21 heran brachte. Allerdings misslang erneut der PAT. Die Ravens aber hatten jetzt endgültig Blut geleckt und blieben auf dem Gas. In der 19. Minute war es erneut Wedge, der die erste Führung herstellte und da die Kicks an diesem Tag nicht funktionierten, ging man für zwei Punkte und erneut war es Wedge, der das 27:21 herstellte. Und auch in der Folge trieb die Ravens-Offense das Spielgerät über die Wiese, während die Defense fast gar nichts zuließ. So stand man in der 22. Minute kurz vor der Redzone, als die O-Line Arrambide eine gefühlte Ewigkeit Zeit verschaffte. Der starke Krefelder Spielmacher wartete, bis sich der Spielzug entwickelte und Bojko eine lange Route vollendete und mit einem perfekten Pass über die Mitte bediente der US-Boy den Receiver und der fing zum nächsten Touchdown, um wenig später auch den nächsten Zwei-Punkt-Versuch zu vollenden. Damit war das Spiel endgültig auf dem richtigen Weg für die Ravens. Doch Hamburg gab sich noch nicht geschlagen. Mit einem kurzen Pass bediente Quarterback Taylor Eggers auf der linken Seite erneut Webb, der jetzt sogar in der Offense zum Einsatz kam, und der bekam von seinen Receivern starke Blocks. Der Rest war Speed des Import-Spielers, der den vierten extrem langen Touchdown verbuchte. So brachte er sein Team wieder heran. Doch mitten in den Hamburger Jubel zeigte erneut Wedge seine Klasse: Den Kickoff nahm der US-Boy auf, ließ mit einem starken Move gleich fünf Hamburger stehen und beschleunigte schließlich den Rest aus, um letztlich den Tochdown nach wenigen Sekunden wieder zurückzuholen. Mit einer weiteren Two-Point-Conversion stellte Jarrel Berrenstein den 43:28 Halbzeitstand her.

Bei deutlich über 30 Grad in der prallen Sonne und mit einem Kader von mur 38 Spielern war jetzt der Widerstand der Gäste gebrochen. Der zweite Durchgang geriet zu einem Schaulaufen der Ravens, die vor allem in der Defense gar nichts mehr zuließen – im Gegenteil! Erst fing Can Ari einen Pass ab und trug ihn zum Pick-Six in die Endzone, Arrambide selbst besorgte die Two-Point-Conversion. Wedge mit seinem fünften Touchdown des Tages schraubte das Ergebnis in die Höhe und Cam Brown sorgte für den Schlusspunkt: Einen versuchten Screen der Gäste durchschaute er perfekt, versteckte sich etwas hinter den anderen D-Linern, die auf Eggers zustürmten und fing den Pass ab, um den 63:28-Endstand zu besorgen.

Die Dominanz der Hausherren zeigt am Ende die Statistik des Spiels: 522 Yards legte die Ravens-Offense zurück, 261 die der Gäste, wobei letztlich allein 160 Yards auf nur zwei Plays zu den langen Touchdowns zurückgehen. 28:6 First Downs für Krefeld zeigen, dass man außerhalb der Bigplays deutlich überlegen war. Einziger Kritikpunkt neben den vier Bigplays der Gäste sind sicher die Flaggen: Während Hamburg sich in der ersten Halbzeit keine einzige Strafe erlaubte, die auch umgesetzt wurde, um am Ende bei drei Flaggen für 15 Yards landete, leisteten sich die Ravens einmal mehr „Spaß mit Flaggen“ und wurden 17 Mal fur 169 Yards von den Referees zurückgerufen.

Topspieler des Spiels war einmal mehr der überragende Wedge, der 377 All-Purpose-Yards und fünf Touchdowns verbuchte. Bei der Hitzeschlacht stand er fast durchgehend auf dem Feld und baute seinen Vorsprung im ligaweiten Scoring auf 80 Punkte aus – Platz Zwei im Norden hat Nathaniel Thomas von den Elmshorn Fighting Pirates mit 48 Zählern inne. Das zeigt, welche Dominanz der Amerikaner ausstrahlt.

Für die Ravens geht es am kommenden Wochenende zu den Leipzig Lions, ehe eine einmonatige Pause ansteht. Am 25. Juli kommen denn die bislang sieglosen Minden Wolves in die Grotenburg.

Scores

0:6 1. Schaffner

0:7 1. Benner

6:7 3. Wedge

12:7 11. Bojko

13:7 11. Storm

13:13 11. Webb

13:14 11. Benner

13:20 12. Webb

13:21 12. Benner

19:21 15. Wedge

25:21 19. Wedge

27:21 19. Wedge

33:21 22. Bojko

35:21 22. Bojko

35:27 23. Webb

35:28 23. Benner

41:28 23. Wedge

43:28 23. Berrenstein

49:28 33. C. Ari

51:28 33. Arrambide

57:28 35. Wedge

63:28 36. Brown

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