Die Krefeld Ravens gehen als Nordmeister in ihr letztes Hauptrundenspiel gegen die Elmshorn Fighting Pirates. Sportlich steht wenig auf dem Spiel – im Fokus stehen die Integration der Neuzugänge und der Feinschliff für die Play-offs. Vor heimischem Publikum wollen die Ravens Selbstvertrauen für die entscheidende Phase im Kampf um den GFL-Aufstieg tanken.
Die Qualifikation für die Playoffs hatten die Krefeld Ravens bereits vor zwei Wochen final klargemacht. Durch den Sieg gegen die Langenfeld Longhorns am vergangenen durften die Krefeld Ravens die Nordmeisterschaft feiern. Das letzte reguläre Saisonspiel, das am Samstag, 15. August, ab 16 Uhr in der Grotenburg stattfindet ist zwar sportlich nur bedingt von Wert, darum aber längst nicht bedeutungslos. Denn gegen den Mitaufsteiger von vor knapp zwei Jahren, die Elmshorn Fighting Pirates, geht es auch darum, einige spannende Neuzugänge zu integrieren. Einige weitere der in der Sommerpause und kurz danach neu unter Vertrag genommenen Spieler vor allem aus Belgien sind spielberechtigt und sollen ihre Debüts geben. Damit können Fans schon einmal einen Eindruck gewinnen, wie das Team aussieht, das dann am 29. August im Halbfinale und 12. September – so man sich für den GFL2-Bowl im Halbfinale qualifiziert – um den Aufstieg in die Erstklassigkeit kämpfen soll. Gelänge das, wäre es ein weiterer Rekord in der an Rekorden reichen Historie der Ravens. Denn nie zuvor marschierte ein Team so schnell bis in die Erstklassigkeit durch.
Die Fighting Pirates sind dabei ein durchaus ernstzunehmender Gegner. Lange Zeit waren sie im Rennen um Platz Drei mit Vorjahresmeister Hamburg Pioneers. Erst in den vergangenen Wochen hatten sie auch verletzungsbedingt etwas an Schwung verloren. Tiefpunkt war die deutliche Niederlage in Leipzig in der vergangenen Woche, durch die die Leipzig Lions den Klassenverbleib sicherstellten. Damit geriet das Ziel der Fighting Pirates, sich im Vergleich zur Vorsaison tabellarisch zu verbessern, in Gefahr. Dafür müssten sie nun aus Krefeld Zählbares mitnehmen. Auf Kampfansagen verzichtet Headcoach Fabian Adler allerdings. Man wolle „die maximale Leistung bringen und sehen, was möglich ist“. Die Ravens seien klarer Favorit, trotzdem wolle man diesen ärgern. Zumindest will das Team sich aber für die eher schwache Leistung gegen Leipzig rehabilitieren und wieder an die Stärke anknüpfen, die man in der ersten Saisonhälfte auf die Wiese gebracht hatte. Ob das gelingt, davon können sich Fans am Samstag bei nach Vorhersagen bestem Sommerwetter überzeugen. Die heiße Saisonphase für die Ravens beginnt nun.
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