GFL Team

GFL2

Elmshorn Fighting Pirates

EFP

20

:

48

Krefeld Ravens

KRR

Krückaustadion, Elmshorn

Vorbericht

Ravens vor schwerem Auswärtstest: Spitzenreiter reist zu starken Fighting Pirates nach Elmshorn.

Nach drei überzeugenden Siegen in Folge und einer bislang makellosen Bilanz stehen die Krefeld Ravens am Samstag vor ihrem nächsten Härtetest – auswärts bei den ambitionierten Elmshorn Fighting Pirates, die nach zwei deutlichen Erfolgen selbst mit breiter Brust in das Spitzenspiel der GFL2 gehen.

Für die Krefeld Ravens steht am 6. Juni 2026 bereits das vierte Spiel innerhalb von vier Wochen auf dem Programm. Die Seidenstädter gehen mit breiter Brust in die Partie: An den vergangenen drei Spieltagen konnten jeweils eindrucksvolle Siege eingefahren und damit die Tabellenführung souverän behauptet werden.

Nun wartet jedoch eine echte Herausforderung. Am kommenden Wochenende treffen die Ravens auswärts auf eines der stärksten Teams der GFL2 – die Elmshorn Fighting Pirates. Die lange Reise in den Norden tritt das Team bereits am Freitagabend an, um optimal vorbereitet in die Partie zu gehen.

Auch der Gegner tritt mit Rückenwind an: Nach einer knappen Auftaktniederlage gegen Rostock konnten die Elmshorner ihre folgenden beiden Spiele deutlich für sich entscheiden und unterstreichen damit eindrucksvoll ihre Qualität und Ambitionen in dieser Saison.

Ein Blick auf die vergangene Saison zeigt zudem, wie anspruchsvoll diese Aufgabe ist: Zwar konnten die Ravens beide Duelle gegen Elmshorn für sich entscheiden, mussten dafür insbesondere auswärts jedoch hart arbeiten.

Headcoach Allan Verbraeken warnt entsprechend vor dem kommenden Gegner:

„Wenn ich Experten zuhöre oder Berichte lese, fehlt mir häufig ein Name, wenn es um die Top-Teams der GFL2 geht: die Elmshorn Fighting Pirates. Aus meiner Sicht sind sie in dieser Saison definitiv mindestens ein Playoff-Kandidat. Sie sind hervorragend gecoacht und verfügen über einen sehr guten Kader.“

Doch auch die Ravens haben in den vergangenen Wochen eindrucksvoll unter Beweis gestellt, welche Qualität in ihrem Team steckt. Sowohl Offense als auch Defense präsentierten sich konstant auf hohem Niveau. Zudem konnten verletzungsbedingte Ausfälle stets kompensiert werden – nicht zuletzt dank intensiver Gegneranalyse und gezieltem Scouting.

Wie schon gegen Langenfeld müssen die Krefelder auch in Elsmhorn einige Ausfälle kompensieren.

Vereinspräsident Dino Volpe unterstreicht die mannschaftliche Geschlossenheit:

„Wenn du um eine Meisterschaft spielen willst, muss jeder bereit sein – erste, zweite und dritte Reihe. Es ist wichtig, zwischen Verletzung und Schmerzen zu unterscheiden. Unsere Spieler wissen, dass wir uns in dieser Saison keine Pausen leisten können und auch nicht wollen. Wir werden auch in Elmshorn bereit sein – ganz egal, wer auf dem Feld steht.“

Die Voraussetzungen für ein weiteres Spitzenspiel in der GFL2 sind damit geschaffen.

Kick-off in Elmshorn ist am Samstag um 15:00 Uhr. Die Partie wird wie gewohnt live auf Sporteurope.Tv übertragen.

Nachbericht

48:20 in Elmshorn – Ravens dominieren weiter.

Die Krefeld Ravens setzten ihre Dominanz in der GFL2 fort und feierten beim 48:20‑Erfolg in Elmshorn einen souveränen Auswärtssieg, der bereits zur Halbzeit beim deutlichen 35:0 entschieden war und Platz für zahlreiche Einwechslungen sowie die Demonstration der großen Kadertiefe bot.

Die Krefeld Ravens haben auch ihr viertes Spiel in der Saison 2026 in der GFL2 souverän gewonnen. Dabei war die Partie eigentlich sogar klarer, als es das 48:20 ausdrückt, denn bereits zur Halbzeit hatte es 35:0 gestanden und so spielten die Ravens ab der zweite Hälfte mit dem 2nd und 3rd-String. So ging Quarterback Christian Arrambide nach dem ersten Drive der zweiten Halbzeit ohne Helm am Seitenrand. Auch Akiva Wedge und Leroy Rümmeli waren nicht mehr auf dem Feld zu sehen. Gleiches glat für andere Positionsgruppen. Auch in diesen wurde munter durchgemischt.

Im ersten Durchgang jedenfalls war es eine absolute Machtdemonstration der Gäste, die selten ein First Down des Teams zuließ. So endete gleich der erste Drive mit einem Touchdown durch Mitch Sawyer bereits nach drei Minuten. Es setzte den Ton für ein Spiel, das im ersten Durchgang zeigte, dass die Ravens die migs zurecht anführen, denn die Defense ließ die Hausherren nie zur Entfaltung kommen und ließ vor dem Seitenwechsel lediglich vier First Downs der Hausherren zu. Beendet wurde die Halbzeit denn auch standesgemäß durch einen Sack von Mike Stadler, der einmal mehr ein sehr gutes Spiel zeigte. Offensiv bewegten die Gäste den Ball praktisch nach Belieben und mussten nicht ein einziges Mal vor dem Seitenwechsel punten. Im zweiten Drive bediente Arrambide Leroy Rümmeli und der fing seinen nächsten Touchdown, bereits den sechsten im vierten Spiel. Dem ließ er im ersten Drive des zweiten Durchgangs noch Endzonenbesuch Nummer sieben folgen (Mit Abstand Ligabestwert in der gesamten GFL2). Auch Sawyer war noch einmal erfolgreich, ebenso der starke Stephen McCluskey. Akiva Wedge mit dem einzigen Touchdown über den Boden steuerte den fünften Touchdown zu einer klaren 35:0-Halbzeitführung bei.

Nach dem Seitenwechsel ging es dann zunächst genauso weiter: Elsmhorn, die jetzt übrigens auf der Quarterbackposition auf Jean-Pierre Baatz setzten, nachdem Starter Quincey Casey nach dem besagten Sack zum Abschluss des ersten Durchgangs verletzt liegen geblieben war, musste nach einem Three-and-out punten. Und wie schon zuvor mehrfach war es ein hervorragender Punt bis an die Krefelder 4. Die Ravens aber ließen sich nicht beirren. In vier Plays lief man über das gesamte Feld. Vor allem Timo Rother mit einem langen Catch und einem Lauf an die Elmshorner 33 brachte sich hervorragend ein. Es folgte eine Situation, die die Klasse des Ravens-Spielmachers perfekt illustrierte: Er bekam viel Druck, war fast gesackt, wand sich heraus und spielte dann einen harten Pass in ein ganz enges Fenster an die Ein-Yard-Linie und Marco Jünger fing den Ball sicher. Es folgte der besagte zweite Tochdown durch Rümmeli. Bereis im ersten Durchgang hatte Arrambide eine vergleichbare Szene gezeigt. Gleich zwei Passrusher hingen bereits an ihm, da warf er den Ball noch einmal auf seinen Checkdown-Receiver Wedge, der aus kurzen Raumgewinn mit einem 20-Yard-Lauf noch ein Bigplay machte. Spätestens nach diesem Tochdown in Halbzeit Zwei war das Spiel gelaufen und die Ravens setzten auf ihre Backups. Isaiah Trouwloon übernahm auf der Spielmacherposition und zeigte speziell im ersten Drive, dass auch er die Offense orchestrieren kann. Nach dem ersten Touchdown der Gastgeber durch deren starken Import-Runningback Nathaniel Thomas steuerte er einen langen Drive, in dem er auch einen langen Pass an Jarrel Berrenstein an den Mann brachte, bei. Schließlich bediente er auf der rechten Seite Jakob Bojko und der tankte sich durch, brach drei Tackles und wuchtete den Ball schließlich zum 48:6 in die Endzone. Fortan ging der Spielfluss durfte die dritte Back-up Reihe bei den Ravens etwas verloren und die Hausherren holten noch einmal zwei Endzonenbesuche durch Benjamin Schühler im Pass und nochmals Thomas, der ein broken Play nutzte: Ein Pass wurde hochgetippt, fiel dem US-Boy zufällig genau in die Arme und der kam so zum Endzonenbesuch. Am Ende aber stand ein weiterer klarer 48:20-Erfolg der Ravens.

Dass es nicht höher wurde, lag sicher vor allem daran, dass die Ravens viel experimentierten und wie erwähnt durchwechselten. Die Ravens haben sich einmal mehr als Topteam der Liga gezeigt und den nächsten gefährlichen Gegner klar besiegt. Weiter geht es in zwei Wochen in der Grotenburg mit dem nächsten Topspiel gegen den Vorjahres Meister und bislang ebenfalls ungeschlagenen Hamburg Pioneers. Die Pioneers schenkten den Krefeld Ravens 2025 die höchste Niederlage ihrer Vereinsgeschichte ein, es gibt also auch hier eine offene Rechnung zu begleichen.Los geht es in der Grotenburg am Samstag, 20. Juni, ab 16 Uhr.



0:6 (3.) Sawyer

0:7 (3.) Storm

0:13 (8.) Rümmeli

0:14 (8.) Storm

0:20 (14.) Sawyer

0:21 (14.) Storm

0:27 (22.) Wedge

0:28 (22.) Storm

0:34 (24.) McCluskey

0:35 (24.) Storm

0:41 (28.) Rümmeli

0:42 (28.) Storm

6:42 (31.) Thomas

6:48 (33.) Bojko

12:48 (37.) Schühler

13:48 (37.) Di Vito

19:48 (46.) Thomas

20:48 (46.) Di Vito

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