Mit einem furiosen 62:22‑Erfolg beim Derby in Langenfeld, angeführt von spektakulären Returns von Edwin Summerour und einer starken Leistung von Quarterback Christian Arrambide, festigen die Krefeld Ravens ihre Tabellenführung in der GFL2 und demonstrieren zugleich beeindruckende Kadertiefe auf dem Weg zum nächsten Topspiel.
62:22 – Ravens feiern Kantersieg im Derby bei Longhorns
Im „Wild-West-Derby“, das die Krefeld Ravens im letzten Jahr ausgerufen hatten, haben die Krefeld Ravens mit einem klaren 62:22 (33:8)-Erfolg einen weiteren Kantersieg in der neuen GFL2-Saison gefeiert und führen die Liga weiterhin klar und ungefährdet mit 3:0 Siegen und einem Scoreverhältnis von 149:43 an. Dabei stellten die Ravens, die im ganzen Spiel nur drei Bigplays der Longhorns zuließen, die zu Scores führten, diese ansonsten aber jederzeit im Griff hatten, bereits nach 14 Sekunden die Weichen klar auf Sieg.
Denn bereits unmittelbar nach dem Kickoff der Longhorns, die den Cointoss gewannen und die Second-Half-Option wählten, nahm Neuzugang Edwin Summerour das Ei auf und tanzte mit einer schnellen Bewegung den ersten Verteidiger aus. Übergangslos schaltete er in den höchsten Gang und versetzte über die rechte Seite das gesamte Team der Hausherren, um letztlich nach besagten 14 Sekunden die frühe 7:0 (PAT Dennis Storm)-Führung herzustellen. Zunächst aber sah es nach einem deutlich engeren Spiel aus, denn im ersten Drive orchestrierte der ehemalige Ravens-Quarterback Lucas Wevelsiep seine Offense gut, erlief ein First Down selbst und fand einmal Import Nathan Falconi, den die Ravens im Spiel immer wieder nicht gut in den Griff bekamen, zu einerem weiteren neuen ersten Versuch. So standen die Longhorns an der Mittelline und Wevelsiep bediente Hayden Amis, der über die linke Seite in die Ravens-Endzone lief. Beim Extrapunkt dann tricksten die Gastgeber, der Snap ging direkt auf Carlo Zimmermann und der lief zur Two-Point-Conversion und der 8:7-Führung der Hausherren. Diese aber hatte nicht lange bestand, denn fortan übernahmen die Ravens die Initiative, bewegten offensiv den Ball fast nach Belieben und ließen die Gastgeber nicht ein einziges weiteres Mal in der ersten Halbzeit in ihre Hälfte kommen. So feierten sie nur wenig später die erneute Führung durch Leroy Rümmeli im Pass. Akiva Wedge, Dexter Shea, der einen geblockten Punt von Gregrory Borneau in die Endzone trug, und nochmals Summerour im Puntreturn stellten die Führung bis zur Halbzeit auf 33:8 (PATs Storm).
Nach dem Seitenwechsel dann setzten beide Teams, vor allem die Ravens, ob des klaren Spielstands mehr und mehr auf die zweite und dritte Reihe. Entsprechend entwicklte sich ein Spiel, das in vielen Momenten nicht unbedingt höchste Football-Feinkost für Kenner lieferte, in dem die Ravens aber dessen ungeachtet weiter jederzeit Herren der Lage waren. Wer noch Zweifel an einem klaren Erfolg der Gäste gehabt haben sollte, sah sich nicht einmal zwei Minuten nach Wiederbeginn widerlegt, denn Christian Arrambide trug den Ball aus 16 Yards in die Endzone, nachdem einmal mehr Summerour einen überragenden Puntreturn bis an die gegnerische 16 gebracht hatte. Das Spiel plätschtere im dritten Quarter zunächst vor sich hin, die Ravens aber blieben am Drücker und waren immer wieder auch in engen Situation Herren der Lage, wie Arrambide im nächsten Drive: Von drei Passrushern unter Druck gesetzt sah es aus, als werfe er den Ball weg, doch er fand André Frisch und der starke Runningback fing trotz einer Pass-Interference den Ball und holte das First Down. Wenig später bediente Arrambide den Australier Mitch Sawyer zum nächsten Touchdown. Die Hausherren antworteten einmal mehr mit einem Big-Play einem Pass mit starkem Lauf nach dem Catch durch Falconi und Leonard Molineus, der jetzt für Wevelsiep spielte, stellte aus zwei Yards auf 15:47 (inklusive PAT). Nochmals Rümmeli und Frisch stellten auf 61:15, ehe Falconi mit erneut starkem lauf nach kurzem Pass und einem weiteren Bigplay für mehr als 50 Yards den Endstand von 22:61 herstellte. Es war allerdings längst die Phase erreicht, in der beide Teams fast nur noch Backups auf das Feld brachten. So spielten die Ravens im letzten Quarter mit Quarterback Isaiah Trouwloon, der ein gutes Spiel machte und das Spiel souverän steuerte, wenn man auch, um die Uhr zu kontrollieren, weitgehend auf den Lauf setzte. Hier zeigten vor allem Frisch und Yannick Wenzel hier immer wieder ihre Qualitäten.
Insgesamt war es ein Spiel, das spätestens zur Halbzeit entschieden war und im zweiten Durchgang eher Experimente denn üblichgen GFL2-Football zeigte. Doch die Ravens zeigten hier, dass sie nicht nur über eine starke erste Reihe, sondern auch sehr gute Kadertiefe verfügen, denn ganze 12 Starter waren nach den Rostock Spiel angeschlagen und spielten sogar in Teilen garnicht gegen Langenfeld. Die Schwarz-Gelben präsentierten sich stabil und offensivstark und steuern weiter auf das nächste Topspiel gegen die Elmshorn Pirates zu. Dann geht am 20. Juni zuhause gegen die ebenfalls dreimal siegreichen Hamburg Pioneers, Meister der Vorsaison weiter. Es könnte das nächste absolute Topspiel in der Grotenburg nach dem gegen Rostock werden. Davor allerdings haben die Pioneers eine schwere Aufgabe zu bewältigen, empfangen sie doch die besagten Griffins in zwei Wochen zum Verfolgerduell. Und auch die Ravens stehen bei starken Fighting Pirates, die sich in dieser Saison sehr gut präsentieren und den Krefeld Ravens alles abverlangen werden.
Scores:
0:6 (1.) Summerour
0:7 (1.) Storm
6:7 (4.) Amis
8:7 (4.) Zimmermann
8:13 (7.) Rümmeli
8:14 (7.) Storm
8:20 (13.) Wedge
8:26 (14.) Shea
8:32 (17.) Summerour
8:33 (17.) Storm
8:39 (26.) Arrambide
8:40 (26.) Storm
8:46 (35.) Sawyer
8:47 (35.) Storm
14:47 (39.) Malineus
15:47 (39.) Cerovic
15:53 (39.) Rümmeli
15:54 (39.) Storm
15:60 (43.) Frisch
15:61 (43.) Storm
21:61 (47.) Falconi
22:61 (47.) Zimmermann
Fotograf/en
























